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Integrative Körperpsychotherapie

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In einer Gesellschaft, die Wert darauf legt das alles glatt geht, fühlen sich die, die gerade am Ringen um Orientierung sind eher als Versager. Persönliche Erschütterungen werden fast zu einem Ausweis vermeintlicher Unfähigkeit. Wer will das schon aushalten müssen?
Wir suchen Halt in Selbstverbesserungsprogrammen und Ratgebern, die uns suggerieren: „Wenn du alles richtig machen würdest, hättest du jetzt kein Problem!“ Zu den schwierigen Gefühlen in die uns eine Lebens- oder Sinnkrise führen kann, gesellen sich dann auch noch Selbstzweifel, verbunden mit der Vorstellung, wir hätten das was gerade passiert vermeiden können. Sind wir auch noch selbst Schuld an dem Dilemma in dem wir stecken?
In Krisen produziert unser Körper verzweifelt „Symptome
- Wir können nicht mehr schlafen
- Wir können uns nicht mehr konzentrieren
- Wir haben keine Lust mehr
- Wir reagieren gereizt
- Wir essen zuviel oder zuwenig
- Wir trinken zuviel
- Wir fühlen uns unsicher
- Wir fühlen uns nicht mehr wohl in unserer Haut!
Wir missdeuten dieses körperliche Geschehen oft als eine persönliche Fehlermeldung – als eine „Störung“ – die es zu bekämpfen gilt und die Pharmaindustrie hält eine Menge Präparate bereit, die diese störenden Äußerungen unterbinden und unterdrücken helfen soll. Wäre dann wirklich wieder alles in Ordnung?
Die Perspektive der Körperpsychotherapie ist eine radikal andere: Hier werden „Störungen“ und „Krankheiten“ als ein Ausdruck der Selbstregulation gedeutet. Der Organismus versucht sich mit allen Kräften gegen etwas zu wehren, was nicht als stimmig erlebt wird. Er tut das sogar gegen alle Logik – von alleine – manchmal unbeirrbar.
Gründe hierfür können sein:
- Überforderung
- der Verlust eines geliebten Menschen
- eine Partnerschaft, die sich verändert hat
- eine Arbeit, die nicht mehr zu uns passt
- ein Lebensentwurf, in dem wir nicht mehr vorkommen
- ein persönlicher Wandlungsprozess, z.B. wenn die Kinder aus dem Haus gehen oder wenn wir merken, dass wir älter werden
- ein Loslösungsprozess aus der Ursprungsfamilie
Unser Körper sagt: „So nicht! Nicht mit mir! Keinen Schritt weiter!“
In diesem Sinne können „Symptome“ als missglückter Lösungsversuch aufgefasst werden. Sie ändern nichts an unserer Situation. Sie helfen uns und unserer Umgebung wahrzunehmen, dass etwas nicht stimmt. Symptome machen uns einfach nur wach!
Diese Wachheit ist oft der Motor für den inneren Aufbruch. Und Aufbruch bedeutet auch, dass es Hoffnung gibt. Etwas anderes ist möglich! Auch wenn ich jetzt noch nicht genau weiß, wie das aussehen kann.
Vom „entweder – oder!“ zum „sowohl als auch“
In der Körperpsychotherapie lernen wir unseren Körper als das verlässlichste Navigationsinstrument das es gibt zu begreifen.
Wir fangen an wahrzunehmen was gerade ist und das, was ist, von unseren Gedanken und Konzepten, von dem was sein sollte zu unterscheiden. Wir lernen Toleranz aufzubauen, um in den Tiefen und Untiefen unseres Daseins die damit verbundene Ungewissheit besser aushalten zu können.
Unser Körper ist auch das Protokoll unseres Lebens. Hier sind alle Antworten auf das was wir erfahren haben und das, was uns widerfahren ist, gespeichert.
Wie wir Liebe erfahren haben,
wie mit uns umgegangen worden ist, wenn wir wütend waren
ob wir Mitgefühl und Trost erfahren haben
ob unsere Eigenbewegung angeregt oder gestoppt wurde
wie wir Verbindung mit anderen und zu uns erlebt haben
Wir können überprüfen ob die Antworten die wir damals gefunden haben, um im Leben zu Recht zu kommen, heute noch passend sind.
Ein ganzheitlicher therapeutischer Ansatz, Humor und viele Jahre an Erfahrung unter anderem in Einzel- und Gruppentherapien mit Frauen und lesbischen Paaren sind mein Rüstzeug, mit dem ich Sie dabei unterstützen kann, "zu-sich-zu-finden".
